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musicadia IV - Dorothee Oberlinger, Vittorio Ghielmi und Luca Pianca

Samstag, 04. November 2017
Kasse 19:00, Beginn 20:00 Uhr

"Le Grand Tour"
Werke von F. Couperin, A. Forqueray, A. Vivaldi, G.Ph. Telemann, C. Debussy, V. Ghielmi, L. Pianca

Dorothee Oberlinger
- Blockflöten
Vittorio Ghielmi - Viola da Gamba
Luca Pianca - Laute
                                                      Foto©Johannes Ritter

Programm:

Anne-Danican Philidor (1681-1728) 

Sonate in d aus "Premier Livre de Pieces“ 

Lentement/Fugue/Courante/Gracieusement/Fugue

Blockflöte, B.c. 



François Couperin (1668-1733)

Pieces de caractères
- Le Rossignol en amour
- Le tendres plaintes
- Le Tic Toc Choc

Arrangiert für Blockflöte, Viola da Gamba, Laute



Claude Debussy (1862-1918) 

Syrinx

Blockflöte solo



Antoine Forqueray (1672-1745)

Allemande-Girouette-Carillon de Passy-La Leclair

Gambe & Laute




Jean-Marie Leclair (1697 - 1764) 

Sonate e-moll

Andante/Allegro ma non troppo/Sarabanda/Minuetto & Double
1+2 
Blockflöte, B.c.



*****



Georg Philipp Telemann: 

Triosonate d-Moll TWV 42:d7

Andante/Vivace/Adagio/Allegro

Blockflöte, Pardessus de Viole, B.c.



Luca Pianca (geb. 1958)

"Circles" (2016)



A set of tunes

- Adson's Masque (John Adson, approx. 1587-1640)

- Cupararee or Gray's Inn (Giovanni Coperario, approx. 1570-1626)

- The Duke of Norfolk (The Division Violin)




Vittorio Ghielmi (* 1968) 

A springlike Rain

Diskantgambe solo (in der Stimmung der Lyra viol)




Antonio Vivaldi (1678-1741) / Nicolas Chédeville (1705-1782):
 Sonata g-Moll op. 13,6 RV 58

Fassung für Altblockflöte und b.c. (Paris 1737)

Vivace -- Allabreve. -- Fuga da Capella -- Largo -- Allegro ma non presto


Dies wird ein Abend der großen Virtuosen!
"Die Königin der Blockflöte" Dorothee Oberlinger und ihre Triokollegen Vittorio Ghielmi, der von Musikkritikern mit Jasha Heifetz und Pablo Casals verglichen wird, sowie Luca Pianca, Mitbegründer des berühmten italienischen Barockensembles "Il Giardino Armonico", zeigen sich in diesem Konzert nicht nur als Topleute ihres Fachs, die bereits zahllose Auszeichnungen und Schallplattenpreise im Bereich der Barockmusik erhielten. Neben ihrem Schwerpunkt in der Barockmusik sind alle drei Musiker auch auf anderen Feldern aktiv: Vittorio Ghielmi ist in Projekten mit Jazz- und Weltmusik zu finden, Luca Pianca trat mit dem Popmusiker Sting auf, Dorothee Oberlinger leitet stellvertretend das Institut für Neue Musik am Konservatorium Mozarteum in Salzburg. Daher schlagen sie auch in diesem Konzert einen Bogen zur Moderne und demonstrieren, wie stark die "Alte" Musik mit der Formulierung eigener musikalischer Standpunkte verknüpft ist.

Die Biografien im Einzelnen:
Dorothee Oberlinger

Dorothee Oberlinger wurde in Aachen geboren und wuchs  in Simmern im Hunsrück auf. An der Universität zu Köln studierte sie die Fächer Schulmusik und Germanistik. Nach dem ersten Staatsexamen folgte ein Blockflötenstudium in Köln, Amsterdam und Mailand.1997 gewann sie beim internationalen Wettbewerb „Moeck“ UK/SRP in London den ersten Preis, 1998 gab sie in der Londoner Wigmore Hall ihr Solodebüt. Als Solistin trat sie mit international namhaften Ensembles und Barockorchestern auf, beispielsweise den Sonatori de la Gioiosa Marca, der Musica Antiqua Köln, der Academy of Ancient Music sowie verstärkt mit dem von ihr 2002 gegründeten Ensemble 1700. Für ihre Einspielungen erhielt sie mehrfach Preise und Auszeichnungen, u. a. den ECHO Klassik und den Diapason d´Or. Oberlinger ist seit 2004 Professorin am Mozarteum in Salzburg und Leiterin des dortigen Instituts für Alte Musik als auch stellvertretende Leiterin des Instituts für Neue Musik. Seit 2009 ist sie außerdem Intendantin der Arolser Barockfestspiele.
Sie war auch an der Einspielung des Tracks Takla Makan für das 2009 erschienene Album der Gruppe Yello beteiligt und war als Komponistin und mit einer kleinen Rolle im Kinofilm „Good Shepherds“ (2017) von Curt Faudon mit den Wiener Sängerknaben beteiligt.
2016 wurde Dorothee Oberlinger zur Ehrenbürgerin der Stadt Simmern ernannt. Im selben Jahr wurde sie zum 250. Todestag von Georg Philipp Telemann vom neugegründeten Netzwerk der Telemannstädte zur Telemann-Botschafterin berufen. Beim 41. Musikfestival Tage Alter Musik in Herne 2016 dirigierte sie die Oper Lucio Cornelio Silla von Georg Friedrich Händel, eine Koproduktion der Internationalen Händel-Festspiele Göttingen.



Vittorio Ghielmi 
wurde 1968 in Mailand geboren und machte schon in jungen Jahren durch seine intensiven musikalischen Interpretationen und seine neue Art des Gambenspiels auf sich aufmerksam. 1995 gewann er den internationalen Romano-Romanini-Preis in Brescia, zwei Jahre später den Erwin Bodky Award in Cambridge, Massachusetts, der dem besten Jungmusiker verliehen wird. Seine Studien absolvierte er bei Roberto Gini, Wieland Kuijken und Christophe Coin. Von namhaften Orchestern wie den Wiener Philharmonikern, der London Philharmonia, dem Los Angeles Philharmonic Orchestra, der Wiener Akademie und Il Giardino Armonico wurde er als Solist eingeladen. Im Duo mit seinem Bruder Lorenzo Ghielmi und dem Lautenisten Luca Pianca gab er bereits Konzerte in den bedeutendsten Sälen Europas, Japans und der Vereinigten Staaten. Er spielte zusammen mit Gustav Leonhardt, Cecilia Bartoli, András Schiff und Mario Brunello und hat eine Reihe von CDs vorgelegt. Vittorio Ghielmi ist Professor für Viola da gamba an der Universität Mozarteum Salzburg.



Der Lautenist Luca Pianca 
studierte in Mailand und in Salzburg bei Nikolaus Harnoncourt. Er arbeitet seit 1982 mit dessen Concentus Musicus zusammen und ist Mitbegründer von Il Giardino Armonico, einem der führenden Ensembles für die italienische Barockmusik. Er begleitet Sängerinnen und Sänger wie Cecilia Bartoli,Eva Mei und Christoph Prégardien sowie namhafte Instrumentalisten, darunter die Geigerin Viktoria Mullova und der Solo-Oboist der Berliner Philharmoniker Albrecht Mayer, mit dem er auch eine erfolgreiche Händel-CD eingespielt hat. Er ist regelmäßig zu Gast bei den bekannten Festivals in Salzburg, Luzern und Schleswig-Holstein sowie am Opernhaus Zürich und am Theater an der Wien, wo er u. a. in Haydns Orlando paladino unter der Leitung von Nikolaus Harnoncourt mitwirkte. Er spielte unterder Leitung von Sir Simon Rattle in Berlin in Bachs Johannes-Passion und unter Riccardo Muti in Oratorien von Scarlatti. Luca Pianca hat sämtliche Lautenwerke von Bach und Vivaldi sowie über CDs mit barocker Kammermusik aufgenommen.


Das Konzert wird von Radio Bremen aufgezeichnet.

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